Home - Prof. Dr. Hanspeter Tusch - Psychotherapie, Manager-coaching, Gesprächspsychotherapie, Klinische Hypnose, Krisenintervention, Krisenvorsorge, Kommunikationstraining, Führungskräftetraining, ...

Zur Person - Prof. Dr. Hanspeter Tusch - Psychotherapie, Manager-coaching, Gesprächspsychotherapie, Klinische Hypnose, Krisenintervention, Krisenvorsorge, Kommunikationstraining, Führungskräftetraining, ...
Arbeitsschwerpunkte - Prof. Dr. Hanspeter Tusch - Psychotherapie, Manager-coaching, Gesprächspsychotherapie, Klinische Hypnose, Krisenintervention, Krisenvorsorge, Kommunikationstraining, Führungskräftetraining, ...
Therapiemethoden - Prof. Dr. Hanspeter Tusch - Psychotherapie, Manager-coaching, Gesprächspsychotherapie, Klinische Hypnose, Krisenintervention, Krisenvorsorge, Kommunikationstraining, Führungskräftetraining, ...
Veranstaltugen - Prof. Dr. Hanspeter Tusch - Psychotherapie, Manager-coaching, Gesprächspsychotherapie, Klinische Hypnose, Krisenintervention, Krisenvorsorge, Kommunikationstraining, Führungskräftetraining, ...
Organisationspsychologie und Berufspädagogik - Prof. Dr. Hanspeter Tusch - Psychotherapie, Manager-coaching, Gesprächspsychotherapie, Klinische Hypnose, Krisenintervention, Krisenvorsorge, Kommunikationstraining, Führungskräftetraining, ...
Presse - Prof. Dr. Hanspeter Tusch - Psychotherapie, Manager-coaching, Gesprächspsychotherapie, Klinische Hypnose, Krisenintervention, Krisenvorsorge, Kommunikationstraining, Führungskräftetraining, ...
Kontakt - Prof. Dr. Hanspeter Tusch - Psychotherapie, Manager-coaching, Gesprächspsychotherapie, Klinische Hypnose, Krisenintervention, Krisenvorsorge, Kommunikationstraining, Führungskräftetraining, ...

Artikelübersicht: Artikel 01: "Burn-Out - Krise und/oder Chance?"
  Artikel 02: "Stress als positive Kraft"
  Artikel 03: "Der Workaholic oder Arbeit als Droge"
 

Artikel 04: "Zufriedene Kunden bringen - zufriedene Unternehmer"

  Artikel 05: "Coaching - ein Modetrend?"
  Artikel 06: "Konflikte in Unternehmen"
  Artikel 07: "Mitarbeiterführung"
  Artikel 08: "Umstrukturierung im Unternehmen - ein Allheilmittel .."
  Artikel 09: "Ich habe Angst - Von der normalen Angst bis hin zu .."
  Artikel 10: "Gesundes Selbstvertrauen macht alles möglich"
  Artikel 11: "Essstörungen - eine Zeiterscheinung?"
 

Artikel 12: "Organisationsentwicklung und Manager .."

  Artikel 13: "Mitarbeiterengagement: Zentralschlüssel für den Unternehmenserfolg"
 

Artikel 14: "Wenn nach einer großen Belastung die "Seele" erkrankt"

 

"Burn-Out"
Krise und/oder Chance?

in einer hochspezialisierten Leistungsgesellschaft klagen immer mehr Menschen über Stress und beobachten bei sich die Gefahr des Ausbrennens. Im besonderen gilt dies für Menschen, die sich im Beruf, aber auch in privaten Bereichen über lange Zeit bis an die Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit fordern. Relativ häufig betrifft es also gerade jene Menschen, die in unserer Gesellschaft als sehr erfolgreich gelten. Weiters trifft es häufig Personen, die entweder in helfenden Berufen oder aber in ihren Beziehungen zu ihren Vorgesetzten oder Kollegen bzw. PartnerInnen vorzugsweise die Gebenden sind.

 

usgebrannt sein ist ein Zustand körperlicher emotionaler und

geistiger Erschöpfung. Die Betroffenen entwickeln sehr häufig negative Einstellungen zu sich selbst, zu ihrem Beruf, zu anderen Menschen und zum Leben ganz allgemein.
Dementsprechend sind im Zuge des Ausbrennens Empfindungen des Unglücks und der Unzufriedenheit und - in extremer Form - in Verbindung mit der partiellen Unfähigkeit, sich an der jeweiligen Umwelt zu erfreuen und sich mit ihr auseinander zusetzen, charakterisch.
Ausgebrannt sein bedeutet demnach für den einzelnen teilweise sehr ernste psychische und in der Folge auch physische Auswirkungen. Menschen, die ausgebrannt sind, haben häufig eine sehr negative Einstellung zu ihrer eigenen Berufstätigkeit, ihre Anteilnahme und ihre Gefühle für die Menschen, mit denen sie arbeiten, stumpfen ab, und sie verkehren in zahlreichen Fällen mit großer Distanz und in Abneigung bzw. Teilnahmslosigkeit. Neben der zweifellos reduzierten Lebensqualität der Betroffenen erleiden aber auch die Organisationen/Firmen dieser Menschen bedeutende Verluste durch schlechtere Arbeitsleistungen, Unpünktlichkeit, Fehlen am Arbeitsplatz, Motivationsmangel, ungünstiges Arbeitsklima durch gestörte Beziehungen der Mitarbeiter, usw.

Wie entdeckt man das "Burn-out" Syndrom?
Als sehr wesentliche Komponente ist die körperliche Erschöpfung zu nennen. Merkmale sind Energiemangel, chronische Ermüdung, Schwäche, usw. Weitere Anzeichen sind erhöhte Anfälligkeit für Infektionskrankheiten, häufige Kopfschmerzen, Übelkeit, Verspannungen, Rückenschmerzen sowie die Veränderung der Eß- und Trinkgewohnheiten.

Relativ häufig ist auch die paradoxe Kombination von einerseits permanenter Ermüdung und andererseits ausgeprägte Schlafschwierigkeiten.
Ein weiteres Symptom besteht in der emotionalen Erschöpfung. Diese Menschen sind sehr leicht reizbar und nervös, sie ertrinken häufig in Selbstmitleid und wünschen sich nichts sehnlicher, als nur in Ruhe gelassen zu werden. Familienangehörige bedeuten in der Regel keine Kraftquelle mehr, sondern nun noch weitere Anforderungen. Als drittes Charakteristikum für ausgebrannte Menschen ist deren geistige Erschöpfung zu nennen. Die Betroffenen haben negative Einstellungen zu sich Selbst, zu Arbeit und zum Leben im allgemeinen entwickelt. Sie finden meist ihre Arbeit nicht mehr befriedigend und verlieren häufig ihre Selbstachtung. Sie fühlen sich insgeheim unzulänglich, minderwertig und ihren Aufgaben nicht mehr gewachsen.
Menschen reagieren mit unterschiedlichen Symptombildern auf das Ausbrennen. Schon gelegentlich oder vereinzelt auftretende Symptome sollten also als ernstzunehmende Warnung dienen. Nachdem der Lebensalltag einer Vielzahl von Menschen Stresssituationen und Frustsituationserlebnisse nahezu zwingend einschließt, ist es unumgänglich, individuelle Bewältigungsstrategien und neue Möglichkeiten der Stressabfuhr zu entwickeln.

Ausgebrannt - was nun?
Ein wesentlicher erster Schritt besteht darin, ein persönliches Belastungsinventar zu erstellen, aus dem die persönlichen Einzelbelastungen erkennbar werden. Dabei wird häufig deutlich, dass manche aufgrund unzureichender Lebensplanung oder unrealistischer Lebensziele ihre persönlichen Prioritäten falsch gesetzt haben.
Genauso wie Dystress bereitende

Umweltbedingungen das ausbrennen herbeiführen, können andererseits positive Umweltbedingungen gegenteilige Auswirkungen haben. In einer Umgebung, welche die Menschen zum persönlichen Lernen anregt oder ihnen das Gefühl vermittelt, dass ihre Arbeit sinnvoll ist, sinkt die Wahrscheinlichkeit des Ausbrennens, die Wahrscheinlichkeit des individuellen Wachstums dagegen steigt stark an. Verschiedene Untersuchungen haben zudem gezeigt, dass Menschen, die häufig stark ausgeprägte Erfolgserlebnisse aufweisen können, sich selbst eher optimistisch einschätzen und somit weniger Überdruss entwickeln.

Ein Beispiel: Herr Bernd Fleißig konnte den kleinen Gewerbebetrieb seines Vaters erfolgreich zu einem Industriebetrieb ausbauen. Jetzt, wo er eigentlich das Ergebnis seiner Arbeit genießen könnte, merkt er zunehmend, dass ihm die Arbeit immer schwerer zufallen beginnt und ihn die Misslichkeiten des betrieblichen Alltags immer gravierender belasten. Heimlich bemerkt er für sich, dass er sich sehr gerne vor Entscheidungen drückt. Er sitzt oft stundenlang in seinem Büro vor zahllosen Unterlagen und stellt abends für sich persönlich fest, dass er trotz großer Tageshektik eigentlich kaum etwas "vom Tisch" gebracht hat. Er merkt auch, dass es ihm zunehmend schwer fällt, sich zu konzentrieren, da er relativ häufig über Kopfschmerzen klagt und die Muskelschmerzen im Nacken- und Schulterbereich an manchen Tagen sogar unerträglich werden.

Einen entscheidenden Erfolgsfaktor gegen die Gefahr des Ausbrennens stellt zudem die Vielfalt einer Tätigkeit dar. Je weniger Routinetätigkeit und je mehr Dynamik und Veränderung des Lebensalltag bestimmen, desto weniger besteht die Gefahr des Ausbrennens. Ein Lebensalltag, der immer wieder sogenannte "Gipfelerlebnisse" enthält, ist ebenfalls risiko-minimierend. Eine andere Alternative besteht

im vermehrten Anpassen an die Stresshaften Elemente der eigenen Lebenssituationen und in einem vermehrten Engagement in Richtung ausgleichender Aktivität. Gerade hier stellen jedoch die Freizeitaktivitäten mancher Menschen keineswegs einen Ausgleich dar. Sie klagen beispielsweise über Leistungsdruck in ihrem beruflichem Alltag und setzen sich in ihrer kargen Freizeit wiederum zahlreiche Termine und wählen Leistungssportarten oder ähnliches.
Neben der Gefahr, die mit dem Ausbrennen eines Menschen einhergeht, kann das Bewusstwerden dieses Umstandes auch einen sehr bedeutenden Wachstumsprozess für den einzelnen einleiten. Es kann somit den Beginn vertieften Verstehens und vermehrter Bewusstheit des eigenen Lebens bzw. seiner Kostbarkeiten bedeuten.
Leider ist jedoch der einzelne aufgrund seiner veränderten Wahrnehmungsfähigkeit und des "blinden" Flecks kaum in der Lage, ohne Hilfe eines speziell geschulten Coaches oder eines Psychotherapeuten aus der in der Regel letztlich selbst gewählten eigenen "Sackgasse" herauszufinden.

weiter zu Artikel 2

 

Prof. Dr. Hanspeter Tusch - Psychotherapie, Manager-coaching, Gesprächspsychotherapie, Klinische Hypnose, Krisenintervention, Krisenvorsorge, Kommunikationstraining, Führungskräftetraining, ... Sites

dr-tusch.com v 4_3